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§ 1 · Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der nxvnt GmbH, Gronowskistr. 69, 48161 Münster („Anbieter“) und ihren Kundinnen und Kunden über die Nutzung von Ukeou. Ukeou richtet sich vorrangig an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB; der Anbieter schließt Verträge jedoch auch mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB. Bestimmungen, die ausdrücklich nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer gelten, sind als solche gekennzeichnet. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur bei ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung.
§ 2 · Vertragsgegenstand & Leistungen
Der Anbieter stellt Ukeou als webbasierte Software zur Verfügung. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus dem gewählten Tarif und der zugehörigen Leistungsbeschreibung. Der Anbieter schuldet die Bereitstellung, nicht einen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg. Ukeou nutzt KI-gestützte Funktionen auf Basis der Claude-Modelle, die wir ausschließlich über Amazon Bedrock beziehen und die auf Servern innerhalb Deutschlands betrieben werden (DSGVO-konforme Auftragsverarbeitung durch AWS, ohne Datenweitergabe an Anthropic); deren Ergebnisse können fehlerbehaftet sein und sind vom Kunden eigenverantwortlich zu prüfen.
§ 3 · Registrierung & Vertragsschluss
Die Nutzung setzt eine Registrierung voraus. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung der Bestellung durch den Anbieter zustande. Der Kunde ist verpflichtet, wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Zugangsdaten vertraulich zu behandeln.
§ 4 · Preise & Zahlung
Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung ausgewiesenen Preise. Die auf der Website ausgewiesenen Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Verbrauchern wird der Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer im Bestellvorgang vor Abgabe der Bestellung ausgewiesen; maßgeblich für Verbraucher ist dieser Gesamtpreis. Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich, je nach gewählter Zahlweise, im Voraus über unseren Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd., Dublin, Irland). Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach erfolgloser Mahnung und einer Frist von 14 Tagen zu sperren. Preisänderungen bedürfen einer gesonderten Vereinbarung (§ 12 Abs. 1). Der Anbieter kann dem Kunden eine Änderung mindestens sechs Wochen vor Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums in Textform anbieten. Nimmt der Kunde das Angebot nicht an, wird der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt; der Anbieter ist in diesem Fall berechtigt, den Vertrag zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums zu kündigen, wenn ihm die Fortführung zu den bisherigen Preisen nicht zumutbar ist.
§ 5 · Laufzeit & Kündigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit, sofern keine feste Laufzeit vereinbart ist, und kann zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt werden. Testphasen enden automatisch, sofern nicht in ein kostenpflichtiges Abo gewechselt wird. Verbrauchern steht für die Kündigung zusätzlich die Kündigungsschaltfläche nach § 312k BGB zur Verfügung; die Kündigung ist darüber ohne Angabe von Gründen und ohne Anmeldung möglich, und der Anbieter bestätigt Zugang, Zeitpunkt und Beendigungszeitpunkt in Textform. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 6 · Widerrufsrecht für Verbraucher
Ist der Kunde Verbraucher, steht ihm ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Auf Wunsch des Verbrauchers kann die Leistung vor Ablauf der Frist beginnen; das Widerrufsrecht erlischt bei vollständiger Erbringung digitaler Dienstleistungen unter den Voraussetzungen des § 356 Abs. 4/5 BGB. Das setzt voraus, dass der Verbraucher dem vorzeitigen Beginn ausdrücklich zugestimmt und seine Kenntnis vom Erlöschen des Widerrufsrechts bestätigt hat; der Anbieter bestätigt ihm beide Erklärungen zusammen mit dem Vertragsinhalt unverzüglich nach Vertragsschluss in Textform (§ 312f BGB). Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, bleibt das Widerrufsrecht bestehen. In der kostenlosen Testphase entsteht kein entgeltlicher Vertrag; die Frage des Erlöschens stellt sich dort nicht. Die vollständige Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular findest du auf der Seite Widerrufsbelehrung & -formular.
§ 7 · Pflichten des Nutzers
Der Kunde verpflichtet sich, Ukeou nicht rechtswidrig zu nutzen, keine rechtsverletzenden Inhalte einzustellen und die Sicherheit der Plattform nicht zu beeinträchtigen. Bei Verstößen kann der Anbieter Inhalte entfernen und den Zugang sperren.
§ 8 · Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungsfenster und Störungen außerhalb des Einflussbereichs bleiben vorbehalten. Verbindliche Verfügbarkeitszusagen gelten nur, soweit sie ausdrücklich und schriftlich vereinbart sind.
§ 9 · Nutzungsrechte
Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung von Ukeou. Rechte an vom Kunden eingestellten Inhalten verbleiben beim Kunden; er räumt dem Anbieter die zur Leistungserbringung erforderlichen Nutzungsrechte ein.
§ 10 · Haftung & Gewährleistung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz und bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet er nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden, höchstens jedoch auf die im letzten Vertragsjahr gezahlte Vergütung.
§ 11 · Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der Datenschutzerklärung. Für die Verwaltung von Kontakt- und Interessentendaten sowie für den Versand von Informations- und Werbe-E-Mails setzt der Anbieter als eigener Verantwortlicher die Plattform HubSpot mit Speicherort in einem Rechenzentrum in Deutschland ein; Werbe-E-Mails versendet der Anbieter nur mit Einwilligung des Kunden oder in den Grenzen des § 7 Abs. 3 UWG, die Einwilligung ist jederzeit widerruflich. Inhalte, die der Kunde in Ukeou einbringt, werden dabei nicht verarbeitet. Verarbeitet der Kunde mit Ukeou personenbezogene Daten, für die er Verantwortlicher im Sinne der DSGVO ist, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO in seiner bei Vertragsschluss abrufbaren Fassung als Bestandteil dieses Vertrags; er wird dem Kunden vor Vertragsschluss zur Kenntnis gegeben und kann jederzeit als Textfassung abgerufen werden. Der Abschluss einer gesonderten, unterzeichneten Fassung bleibt dem Kunden auf Anfrage vorbehalten. Bei Widersprüchen zwischen diesen AGB und dem Auftragsverarbeitungsvertrag gehen die Regelungen des Auftragsverarbeitungsvertrags vor.
Verarbeitungskette und Drittlandbezug: Für die Ausführung der KI-Aufträge setzt der Anbieter als Unterauftragsverarbeiter Amazon Web Services (AWS EMEA SARL) ein; die Modellverarbeitung findet ausschließlich in der Region eu-central-1 (Frankfurt am Main) statt, regionsübergreifende Modellabfragen sind deaktiviert. AWS gehört zu einem Konzern mit Sitz in den Vereinigten Staaten. Der Anbieter weist darauf hin, dass US-amerikanische Anbieter nach dem US CLOUD Act (18 U.S.C. § 2713) zur Herausgabe von Daten verpflichtet werden können, auch wenn diese in einem Rechenzentrum in der Europäischen Union gespeichert oder verarbeitet werden; dieses Restrisiko lässt sich durch die Wahl einer Region in der Europäischen Union allein nicht ausschließen. Zur Begrenzung gilt: Der Primärspeicher der Kundeninhalte liegt lokal beim Kunden, an das Sprachmodell wird nur der für den jeweiligen Auftrag erforderliche Ausschnitt übermittelt, und eine Nutzung der Inhalte zum Training von Modellen ist vertraglich ausgeschlossen. Behördliche Auskunftsverlangen teilt der Anbieter dem Kunden mit, soweit dies rechtlich zulässig ist, bevor Daten herausgegeben werden. Weitere Angaben enthält der Auftragsverarbeitungsvertrag. Die auf der Website genannten Prüfberichte und Zertifizierungen (C5, ISO/IEC 27001, SOC 1/2/3) werden von Amazon Web Services für die eingesetzte Infrastruktur vorgehalten; für den Anbieter selbst besteht kein eigener Prüfbericht. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.
§ 12 · Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht — insbesondere eine Änderung der Gesetzeslage oder der höchstrichterlichen Rechtsprechung, eine Entscheidung einer Behörde, eine Änderung der technischen oder betrieblichen Rahmenbedingungen, die Einführung neuer oder Einstellung bestehender Funktionen oder die Schließung einer Regelungslücke. Änderungen der Hauptleistungspflichten und des Entgelts sind hiervon nicht erfasst; sie bedürfen einer gesonderten Vereinbarung.
Der Anbieter teilt die Änderung dem Kunden mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Wirksamwerden in Textform mit (E-Mail an die hinterlegte Adresse) und stellt die geänderte Fassung unter Hervorhebung der Änderungen bereit. In der Mitteilung weist er auf das Widerspruchsrecht, die Widerspruchsfrist und die Folgen eines Widerspruchs hin.
Der Kunde kann der Änderung bis zum Ablauf des Tages vor ihrem Wirksamwerden widersprechen; der Widerspruch bedarf keiner Begründung und keiner besonderen Form. Widerspricht der Kunde, gilt die Änderung ihm gegenüber als nicht vereinbart; der Vertrag wird zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt. In diesem Fall ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums zu kündigen, wenn ihm die Fortführung zu den bisherigen Bedingungen nicht zumutbar ist; bereits im Voraus gezahlte Entgelte werden anteilig zurückerstattet.
Widerspricht der Kunde nicht, gilt die Änderung als angenommen. Diese Zustimmungsfiktion gilt nur, wenn der Anbieter den Kunden in der Mitteilung nach Absatz 2 ausdrücklich und in hervorgehobener Form auf sie sowie auf das Widerspruchsrecht hingewiesen hat.
§ 13 · Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist – soweit zulässig – Münster. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. Stand: Juli 2026.
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